FDP-Fraktion im Kreistag des Kreises Heinsberg

Controlling mit der Verwaltung weiterentwickeln statt schlecht reden

v. l. n. r.: Alexander Knorren (Leiter Haupt- und Personalamt), Stefan Lenzen (FDP), Norbert Reyans (CDU), Philipp Schneider (Dezernent), Ludmilla Regiment (Controllerin)
v. l. n. r.: Alexander Knorren (Leiter Haupt- und Personalamt), Stefan Lenzen (FDP), Norbert Reyans (CDU), Philipp Schneider (Dezernent), Ludmilla Regiment (Controllerin)
Aus der Kreisverwaltung ist das Thema Controlling – ebenso wie in größeren privaten Betrieben - nicht mehr wegzudenken. Jetzt haben die Kreistagsfraktionen von CDU und FDP gemeinsam mit der Verwaltung ein Verfahren zur transparenten Darstellung der Aktivitäten abgestimmt. Künftig wird die Verwaltung im Rahmen eines halbjährlich fortzuschreibenden schriftlichen Zwischenberichts eine umfassende Situationsdarstellung einschließlich der im Berichtszeitraum abgeschlossenen und soweit möglich sich im Folgehalbjahr abzeichnenden Entwicklungen erstellen.

„Der Kreis Heinsberg ist inhaltlich auf einem guten Weg, den von CDU und FDP initiierten Kreistagsbeschluss zum Controlling umzusetzen“, sind sich die Fraktionsvorsitzenden Norbert Reyans (CDU) und Stefan Lenzen (FDP) einig. „Allerdings handelt es sich nicht um ein Verfahren, das zu irgendeinem Stichtag abgeschlossen wäre. Wir reden hier von einer Daueraufgabe, insbesondere einer Führungsaufgabe, die mit Blick auf die Haushaltssituation auch langfristig von großer Bedeutung sein wird“, so die Fraktionsvorsitzenden.

Entsprechend systematisiert soll das Thema weiter bearbeitet werden. Der umfassende halbjährliche Zwischenbericht ist dabei ein Baustein. Wir müssen insbesondere die großen Kostenblöcke beachten. So sind neue Stellenbedarfe kritisch zu betrachten und bei Ausscheiden von Mitarbeiter/innen ist die Notwendigkeit der Neubesetzung jeweils zu prüfen. Hieran wird von der Verwaltung bereits gearbeitet. Zusätzlich wurde damit begonnen, ein professionalisiertes Verfahren zur Geschäftsprozessoptimierung aufzubauen. Durch den Einsatz von geeigneten IT-Programmen sollten Arbeitsabläufe vereinfacht und optimiert werden. All diese Maßnahmen gehen aus Sicht der Beteiligten und externer Fachleute in genau die richtige Richtung. Wichtig dabei ist für Politik und Verwaltung, den Spagat zwischen Kostenoptimierung und Bürgerfreundlichkeit zu vollziehen.

„Wir wollen möglichst nicht zu Lasten der Bürger sparen, sondern setzen dort an, wo durch interne Ablaufänderungen der Finanzbedarf reduziert werden kann“, so Landrat Pusch, Kreisdezernent Philipp Schneider und die beiden Fraktionsvorsitzenden. Einig sind sich aber auch darin Alle: Solange das Land dem Kreis ständig neue Aufgaben überträgt, kann Controlling als primäres Ziel nur einen möglichst geringen Anstieg der absoluten Mitarbeiterzahl in der Kreisverwaltung haben. „Trotzdem setzen wir Alles daran, eine hocheffiziente Verwaltung sicherzustellen“, so das Gesamtfazit.

FDP-Kreistagsfraktion Heinsberg besucht mit Joachim Stamp das KI

Kreis Heinsberg. Hoch zufrieden zeigten sich die Teilnehmer nach dem Dialog beim Kommunalen Integrationszentrum (KI) Kreis Heinsberg. Nachdem der zuständige Dezernent Herr Dahlmanns die FDP-Delegation begrüßte, stellte Herr Laprell, Leiter des KI, die vielfältigen Aufgabenbereiche sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor. Er stellte heraus, dass die Integration von Migranten und Flüchtlingen dem Kreis Heinsberg ein besonderes Anliegen ist. Große Unterstützung leiste hierbei auch die kreiseigene Volkshochschule (VHS) mit entsprechenden Sprach- und Integrationskursangeboten. Auch wenn es momentan gut laufe, könne es bei weiteren Zuweisungen von Flüchtlingen problematisch werden, da die bisherigen Kursleiter und Pädagogen an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen würden. Zu der Information über die im Vergleich relative kurze Vorlaufzeit um Flüchtlinge in Sprachkurse zu bekommen, merkte Stamp an, dass dies im NRW-Vergleich beispielhaft sei.

Die Teilnehmer waren sich einig, dass die hohe Zahl der Beratungsgespräche von neuzugewanderten Schülerinnen und Schüler (1.150 in den letzten beiden Jahren) und deren anschließende Vermittlung an alle Schulformen kreisweit ebenfalls als Beleg für die gute Arbeit des KI hervor zu heben ist. Dies zeige, dass es politisch - auch unter Mitwirkung der FDP - die richtige Entscheidung war, das KI auf den Weg zu bringen. Heute ist das KI personell gut aufgestellt und trotz der Neueinrichtung vor erst zweieinhalb Jahren sehr kompetent und leistungsfähig. Im Verlauf der Diskussion äußerte Joachim Stamp seine Befürchtungen hinsichtlich eines neuen Prekariats, bei den jungen Erwachsenen im Alter von 18 - 25 Jahre. Hier sieht er die Politik einmal mehr gefordert. Gemeinsam stellten die Gesprächsteilnehmer fest, dass es schwierig ist, diese Personengruppe nach Beendigung der Schulpflicht weiter zu beschulen oder zumindest mit Hilfe der VHS und den Berufskollegs ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern oder zumindest eine Ausbildungsreife herzustellen, bevor diese jungen Menschen nur in Hilfsarbeiter-Jobs Arbeit finden. Auch vor dem Hintergrund einer möglichen Abschiebung von einzelnen jungen Erwachsenen sieht die FDP für die Politik Handlungsbedarf, denn qualifizierte Arbeitskräfte brauche nicht nur der Kreis Heinsberg. An dieser Stelle erneuerte Stamp die FDP-Forderung nach einem modernen Einwanderungsrecht. „Daneben zählt die individuelle Förderung in den Vorbereitungsklassen sowie Integration vom 1. Tag an, wo eine wirkliche Bleibeperspektive besteht. Es muss auch eine frühzeitige Planungssicherheit aller Beteiligten geschaffen werden.“

„In der Umsetzung verschiedener Projekte zeige sich dann leider nicht selten die schlechte Zahlungsmoral der rot-grünen Landesregierung. So fehlen beim Förderprojekt KOMM-AN NRW noch immer die zugesagten 104.000 Euro“, zeigte sich Stefan Lenzen, FDP-Kreisfraktionschef verärgert. Joachim Stamp bot der Verwaltung seine Mithilfe in Form einer kleinen Anfrage direkt im Landtag an.

FDP-Kreistagsfraktion Heinsberg zu Gast bei der KSK

Gut für die Region. Sparkassen liefern „Treibstoff“ für unseren Mittelstand.

Kreis Heinsberg. Hoch zufrieden zeigten sich die Teilnehmer nach dem Dialog bei der Kreissparkasse Heinsberg in der Erkelenzer Hauptstelle. Zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden der KSK Herrn Thomas Pennartz, haben sich die Freien Demokraten intensiv mit dem Geschäftsmodell der Sparkassen im Spannungsfeld zwischen europäischer Nullzinspolitik und steigender Regulierung durch die Bankenaufsicht ausgetauscht. Insbesondere die Entwicklung des Kreditvolumens und Kundeneinlagen im gesamten Kreisgebiet mit einem Ausblick auf die zukünftige Gewinnentwicklung und den steigenden Anforderungen zur Stärkung des Eigenkapitals der KSK standen auf der Agenda.

Herr Pennartz nahm die Anregung der FDP gerne auf, künftig neben dem Planspiel Börse auch noch intensiver das Thema "Wirtschaftskunde" als mögliches Vortragsthema zum Abruf für Schulen anzubieten. Die vorhandenen Vortragsangebote zur Berufsvorbereitung werden nach Aussage von Herrn Pennartz schon recht gut genutzt. Er sagte eine Prüfung zu, dieses Angebot noch auszudehnen. Denn nach Einschätzung der FDP ist den Lehrplänen in NRW das Thema "Wirtschaft" und hier insbesondere die Bereiche Ausbildungs-/ Arbeitsvertrag, Mietvertrag, Sparvertrag, Zahlungsverkehr nicht ausreichend repräsentiert. Insbesondere mit Blick auf die hohe Zahl ausfallender Unterrichtsstunden in NRW sieht die FDP hier Platz für derartige Vortragsveranstaltungen Dritter, die die Sparkasse ohne Werbebezug durchführen sollte.

„Gut für die Region – für unseren Kreis Heinsberg ist nicht nur ein Slogan, sondern bringt die Leistungen der KSK mit fast 50 Millionen Euro Wertschöpfung für die Region und 1,4 Mrd. Euro gewerblichen Krediten auf den Punkt. Damit liefert die Kreissparkasse einen wichtigen Beitrag zur hiesigen Wirtschaft. Man könnte auch sagen den Treibstoff für unseren Mittelstand für zukünftiges Wachstum und Wohlstand“, zog Stefan Lenzen, FDP-Kreisfraktionschef das Fazit des Abends.

Unsere Position zur Metropolregion Rheinland

1: Was halten Sie grundsätzlich von der Idee der Metropolregion?

Für geeignete Regionen bietet sich die Gründung von Metropolregionen, um gemeinsam Infrastrukturprojekte voranzutreiben und die dafür benötigten Fördermittel einzuwerben, an. In diesem Sinne macht eine Metropolregion Rheinland für Düsseldorf und Köln und die unmittelbar angrenzenden Gebietskörperschaften Sinn. Das bedeutet aber auch, dass diese Ziele bei einem zu großen Zuschnitt, d. h. einer zu großen Mitgliederzahl, kaum für alle erreicht werden kann.

2: Warum haben Sie gegen den Beitritt des Kreises gestimmt?

Fraktionsvorsitzender Stefan Lenzen im Interview mit der HS-Woche
Fraktionsvorsitzender Stefan Lenzen im Interview mit der HS-Woche
Für den Kreis Heinsberg gilt: Die Metropolregion Rheinland hat ihren Schwerpunkt klar in der unmittelbaren Rheinschiene. Neben Düsseldorf und Köln sind mit Bonn und Duisburg noch zwei weitere „Schwergewichte" vertreten. Da ist es für uns kaum vorstellbar, dass die Region Aachen und noch weniger unser Kreis sich im Wettbewerb um die Fördertöpfe innerhalb dieser Runde behaupten können. Bereits im Vorfeld ist unser Kreis mit zentralen Forderungen, die wir immerhin einstimmig beschlossen haben, wie einer Zusammenarbeit mit der Euregio-Maas-Rhein, einem einwohnerbezogenen Mitgliedsbeitrag sowie einer klaren Kostenkontrolle im Sinne unserer Kommunen, Bürger und damit Steuerzahler, gescheitert.

Wir vertrauen auf unsere eigenen Kräfte, mit denen wir unsere Interessen gezielt und - wie die aktuelle Entwicklung am Beispiel unserer Wirtschaftsförderung zeigt - auch erfolgreich nach außen tragen können. Hier ist unser Selbstbewusstsein gefragt und auch berechtigt. Bei den 22.000 Euro p. a. für die Mitgliedschaft ist jetzt schon absehbar, dass dieser Beitrag zur Umsetzung des umfangreichen Arbeitsprogramms nicht ausreichend sein wird. Zugleich ist der Kreis mit seiner Forderung nach einer Abschätzung des mittelfristigen Personal- und Finanzbedarfs genauso gescheitert wie darauf zu achten, keine Parallelstrukturen zu schaffen. Stattdessen wird eine neue, kostenträchtige Verwaltungsstruktur geschaffen. Wir plädieren dafür, das Geld in unsere eigenen Projekte zu investieren. Und natürlich könnten wir auch außerhalb der Metropolregion überregionale Ziele weiter verfolgen - z. B. Infrastrukturprojekte und eine Neuordnung der Tarifstruktur in den Verkehrsverbünden. Auch die von der CDU in Spiel gebrachte Mitgliedschaft mit nachfolgender Evaluierung überzeugt uns nicht; wir wissen - wie das Beispiel AGIT zeigt - wie schwer und langwierig eine Prüfung der Zweckmäßigkeit sein kann. All dies hat uns veranlasst, gegen den Beitritt zu stimmen.

3: Welchen Weg sollte der Kreis Heinsberg stattdessen Ihrer Meinung nach einschlagen?

Dass uns die Stärkung der eigenen Wirtschaftsförderung am Herzen liegt, habe ich ja bereits ausgeführt. Sowohl die Wirtschaftsförderung im engeren Sinne, also die Ansiedlung neuer Unternehmen und die Schaffung von Arbeitsplätzen, als auch der Tourismusbereich sind von großer Bedeutung. Damit einher geht die Steigerung der Attraktivität für junge Menschen und Familien. Wir wollen unseren Kreis für Neubürger interessant machen und für alle Generationen lebenswert erhalten. Das kann eine eigene kreisweit tätige Wirtschaftsförderung vor Ort am besten und zielgerichtet leisten.

Und es ist richtig: Wenn wir von Metropolregion sprechen, sehen wir uns zusammen mit den Niederlanden, mit denen uns eine lange gemeinsame Grenze verbindet, und auch mit Belgien in einem Boot. Der Kreis Heinsberg, die Region Aachen und die Region Limburg sollen unsere Metropolregion sein. Wir wollen das Projekt EUREGIO in diesem Sinne weiter entwickeln. Dass dies ein weiter und politisch nicht einfacher Weg ist, ist uns bewusst, soll uns alle aber nicht hindern, das Projekt anzugehen. Kurzfristig ließen sich hier vor allem Infrastrukturprojekte angehen. Der grenzüberschreitende Straßen- und vor allem der Bahnverkehr ist noch ausbaufähig.

Die Fragen stellte Frau Ramona Nixdorf, Redaktion Erkelenz. Das veröffentlichte Interview in der HS-Woche finden Sie hier.

Kreistagsfraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und FW einig über Austritt aus der AGIT

Die Kreistagsfraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und FW haben einen gemeinsamen Antrag für die Kreistagssitzung am 02.03.2017 gestellt, mit dem Ziel aus der AGIT auszutreten.

Seit der Gründung im Jahre 1983 entwickelte sich die AGIT zu einer technologie-orientierten, regionalen Wirtschaftsförderungsagentur. Aus heutiger Sicht muss man jedoch feststellen, dass die Großzahl der von der AGIT durchgeführten Projekte eher eine Wirtschaftsförderung für Stadt und Städteregion Aachen darstellt. Der Kreis Heinsberg hat eine sehr leistungsfähige Wirtschaftsförderungsgesellschaft, die bereits heute weitestgehend Aufgaben der AGIT übernimmt und ggf. ergänzend externe Leistungen einkaufen könnte.

Der Kreis Heinsberg strebt auch im Bereich der Mitgliedschaft in überregionalen Gremien einen möglichst effizienten Mitteleinsatz an. Vor dem Hintergrund des geringen Mehrwerts der AGIT für den Kreis Heinsberg sehen die antragstellenden Fraktionen in alternativen Mitgliedschaften einen größeren Nutzen für die Bürger im Kreis. Die Liste der freiwilligen Leistungen des Kreises Heinsberg enthält für die Position AGIT einen Haushaltsansatz i. H. v. 95.900 €. Diese Mittel könnten als Mitgliedsbeitrag beispielsweise für die MRR oder für eine weitere Stärkung der eigenen WFG eingesetzt werden.

Die Fraktionsvorsitzenden Reyans, Meurer, Lenzen und Schreinemacher bekräftigten für ihre Fraktionen, dass im Sinne eines effizienten Mitteleinsatzes der freiwilligen Leistungen ein Ausscheiden des Kreises aus der AGIT sinnvoll sei.

Den Antrag finden Sie hier

FDP-Kreistagsfraktion Heinsberg zu Gast bei der WFG

Tourismus im Kreis Heinsberg. Gute Entwicklung mit noch mehr Potential.

Kreis Heinsberg. Hoch zufrieden zeigten sich die Teilnehmer nach dem Dialog bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg mbH in der Heinsberger Klostergasse. Zusammen mit dem Geschäftsführer der WFG Herrn Ulrich Schirowski, haben sich die Freien Demokraten intensiv über die derzeitige thematische Aufstellung der WFG ausgetauscht. Insbesondere die Tourismusentwicklung im gesamten Kreisgebiet mit einem Ausblick auf die zukünftigen Projekte und Perspektiven zur Stärkung des Kreises standen auf der Agenda. Einigkeit bestand, dass sich die Zahl der Übernachtungen im Kreis Heinsberg sehr positiv entwickelt hat, aber im Vergleich zu Kreisen wie Düren und Viersen immer noch „Luft nach oben“ ist. Auch in Zukunft nimmt der Tagestourismus die weitaus höhere Bedeutung ein. Nur zum Vergleich: Je nach Berechnungsmethode stehen 8 bis 10 Millionen Tagesgästen, 250.000 bis 310.000 Übernachtungen gegenüber.

„Das Gutachten und die sich daran anschließende Analyse geben Anlass zur Hoffnung, dass sich die Wertschöpfung im Bereich des Tourismus weiter verbessern lässt. Davon könnte neben Herbergs- und Gastronomiebetriebe auch der örtliche Einzelhandel profitieren. Es bedarf aber weiterer Anstrengungen. Man sich gemeinsam auf die Suche nach neue Ideen zur Attraktivitätssteigerung machen, nicht nur für die sog. Best-Ager, sondern auch für die jüngere Generation“, ergänzt Dr. Klaus Wagner, Kreisvorsitzender der FDP.
„Unsere Region – unser Kreis Heinsberg leistet mit bis zu 285 Millionen Euro Umsatz nicht nur einen wichtigen Beitrag zur hiesigen Wirtschaft, sondern hat darüber hinaus vom Naturerlebnis bis zum kulinarischen Genuss viel zu bieten. Um das gesamte Potential auszuschöpfen, fehlt es noch an einer identitätsstiftenden Vermarktung und einer verstärkten Kooperation zwischen den einzelnen touristischen Akteuren. Mit dem besseren Informationsaustausch unter Moderation der WFG wurde hierfür ein guter Anfang gemacht“, zog Stefan Lenzen, FDP-Kreisfraktionschef das Fazit des Abends.

Offene Fragen zu Schutzmaßnahmen gegen Reaktorunfälle

Kreis Heinsberg. Trotz monatelanger Bemühungen sind die Vorbereitungen zum Schutz der Bevölkerung im Falle eines Reaktorunfalls in Tihange bislang nicht in die Tat umgesetzt worden. „Die FDP-Fraktion im Kreistag begrüßt die umfassende Information der Politik durch den Landrat“, so Stefan Lenzen, Vorsitzender der Kreistagsfraktion, „sie zeigt aber auch, dass wir als Kreis nur wenig Einfluss auf die Entscheidungs-prozesse in Düsseldorf haben.“ Lenzen wirft der rot-grünen Landes-regierung vor, die Umsetzung der notwendigen Schutzmaßnahmen unnötig zu verzögern. „Nach der Panne mit dem Kauf von Jodtabletten ohne Verfallsdatum, verlangt die NRW-Landesregierung jetzt noch Klärungen im medizinischen und pharmazeutischen Bereich anstatt die Maßnahmen endlich umzusetzen. Darüber hinaus soll ein höchst bürokratisches Verteilungsverfahren entstehen, es droht ein neuer rot–grüner Bürokratie-dschungel. Damit werden die Bürger eher weiter verängstigt als Vertrauen in die Handlungsfähigkeit bestärkt“.

Wolfgang Orth, umweltpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Kreistag ergänzt: „Wie sehen die Vorgaben der rot-grünen Landesregierung eigentlich aus, wenn der Unfall über Nacht eintritt?“ Er plädiert zudem dafür, die Tabletten im unmittelbaren Zugriff der Menschen zu lagern. Orth: „Die dünne Besiedelung des Kreises Heinsberg spricht für eine dezentrale Lagerung unmittelbar im Zugriff der Empfänger. Die Menschen im Kreis können ganz gut auf sich selbst aufpassen und brauchen keine Lagervorschriften aus Düsseldorf. Deshalb halte ich den Gedanken einer präventiven Vorverteilung für richtig – aber ohne Aufbau einer neuen Verteilungs-bürokratie. Darüber hinaus“, so Orth weiter „haben sich noch weitere Fragen ergeben, wie z. B. zum Schutz von Schwangeren und Kleinkindern oder von Einpendlern. Auch die Frage der kreisweiten Alarmierung wird oft gestellt“. Diese Fragen und den aktuellen Sachstand hat die FDP-Fraktion jetzt zum Gegenstand einer Anfrage für den Umwelt-und Verkehrsausschuss gemacht.

„Auch wenn für Panik und Aktionismus keine Veranlassung besteht, müssen wir vor Ort weiter präventiv tätig werden. Dem dient unsere Anfrage“, so Dr. Klaus Wagner, FDP- Kreisvorsitzender und Bundestagskandidat für den Kreis Heinsberg. Wagner weiter “Rot-Schwarz in Berlin und Rot-Grün in Düsseldorf haben mit dem Atomausstieg bei uns den weiteren Betrieb maroder Atomkraftwerke außerhalb unserer Grenzen für die dortigen Betreiber möglicherweise auch ein Stück wirtschaftlich attraktiver gemacht. Auch deshalb müssen sich Bundes- und Landesregierung ihrer Verantwortung stellen. Leider ist bisher außer Absichtserklärungen und inhaltsleeren Abkommen mit Belgien nichts gekommen. Es ist offensichtlich bequem, sich hinter europäischen Zuständigkeiten zu verstecken, statt sich für neue Regelungen in Brüssel zu engagieren und diese auch durchzusetzen.“

Unsere Anfrage finden Sie hier...

FDP stimmt mit einigen Bauchschmerzen dem Haushaltsentwurf 2017 zu

Ich beginne mit einem Zitat aus meiner letztjährigen Rede: „Ein Licht am Ende des Tunnels ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Die Kreisumlage wird in den nächsten Jahren zwangsläufig weiter steigen, auch wenn unsere Kommunen bereits jetzt an den Grenzen ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit angekommen sind. Denn solange Bund und Land die nach unten durchgereichten Aufgaben nur unzureichend finanzieren, wird die Finanzmisere unserer Kommunen trotz aller Anstrengungen vor Ort immer katastrophaler.“ Dies trifft leider immer noch zu, denn trotz des Griffes in die Ausgleichsrücklage steigt die Kreisumlage diesmal um vier Mio. Euro.

Leider sind – und auch daran hat sich nichts geändert - die meisten Aufgaben fremdbestimmt. Doch das spricht uns nicht davon frei, auf die wenigen verbliebenen Bereiche selbst Einfluss zu nehmen. Hierzu später konkret mehr. Aber auch dieses Jahr werde ich nicht müde - erneut die Forderung an Bund und Land zu richten:

Sie müssen die Aufgaben, die sie an die kommunale Familie stellen, auch finanzieren. Und – auch davon rücken wir nicht ab – es muss endlich wieder ernsthaft über eine Neustrukturierung der Kommunalfinanzierung gesprochen werden, und zwar auf Bundes- und Landesebene.

Doch wie sieht es mit den konkreten Haushaltsrisiken, die uns nicht erst seit heute Sorgen bereiten, aus?

Die vollständige Rede zum Haushalt finden Sie hier...

FDP-Fraktion berät den Kreishaushalt 2017

Kreis Heinsberg. Zufrieden zeigten sich die Kreistagsabgeordneten der FDP nach der Haushaltsklausursitzung im Heinsberger Kreishaus. Zusammen mit den Sachkundigen Bürgern und Vorsitzenden der FDP-Stadtrats- und Gemeinderatsfraktionen haben die Freien Demokraten die Möglichkeit genutzt, intensiv über den Kreishaushalt 2017 zu beraten.

Am Abend stellte der Kreiskämmerer Michael Schmitz den Haushaltsentwurf 2017 des Kreises Heinsberg vor, welcher durch ihn ausführlich erläutert und aufkommende Fragen umgehend beantwortet worden.

Nach der Finanzausschusssitzung werden die Haushaltsberatungen in der Fraktion fortgesetzt. Es war ein konstruktiver und sehr informativer Abend. Wir sehen weiteren Bedarf, so dass in Zukunft solche Arbeitstreffen mit dem Kämmerer auch außerhalb der „üblichen Zeiten“ im Kreis Heinsberg stattfinden sollen.


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